Wichtiger Hinweis zu gefälschten Angeboten
Derzeit versenden unbekannte Dritte E-Mails, in denen sie sich als CHS oder als Mitarbeitende unseres Unternehmens ausgeben. Teilweise enthalten diese Nachrichten PDF-Dateien mit vermeintlichen Containerangeboten. Diese E-Mails und Angebote stammen nicht von uns.
Bitte leisten Sie keine Zahlung auf Grundlage einer verdächtigen Nachricht. Prüfen Sie insbesondere die vollständige Absenderadresse, den Zahlungsempfänger und die angegebene Bankverbindung. Gleichen Sie außerdem den Firmennamen, die Anschrift, die Handelsregisternummer und die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer mit den Angaben in unserem Impressum ab.Beachten Sie jedoch, dass Betrüger auch echte Unternehmensdaten kopieren können. Im Zweifel sollten Sie die Echtheit eines Angebots daher immer über die offiziellen Kontaktdaten auf unserer Website bestätigen lassen – und nicht über Telefonnummern, Links oder E-Mail-Adressen aus der verdächtigen Nachricht.
Noch vor wenigen Jahren wäre es kaum vorstellbar gewesen, einen 40-Fuß-Container mit wenigen Klicks online zu bestellen und direkt an den gewünschten Standort liefern zu lassen. Heute ist genau das problemlos möglich. Doch was den Containerkauf einfacher und bequemer macht, eröffnet auch Betrügern neue Möglichkeiten. Professionell gestaltete Websites, täuschend echte E-Mails und vermeintlich attraktive Angebote sind nicht immer auf den ersten Blick als Fälschung zu erkennen.
Da die Betrugsverluste in Deutschland in den letzten Jahren Rekordwerte erreicht haben, lohnt es sich, beim Online-Kauf etwas mehr Vorsicht walten zu lassen – insbesondere bei einer Anschaffung im Wert von mehreren tausend Euro, wie einem Seecontainer.
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Containeranbieter prüfen, den Zustand und den Wert eines Containers richtig einschätzen und Ihre Zahlung während des gesamten Kaufprozesses bestmöglich absichern können.
Doch zunächst ein wenig Hintergrund.
Warum gibt es Betrug beim Online-Containerkauf?
Es gibt drei Hauptgründe, warum der Containermarkt für Online-Betrüger attraktiv ist.
- Es ist eine Nischenbranche, die größtenteils offline funktioniert. Das kann es Erstkäufern erschweren zu erkennen, was gängige Praxis ist und was einen genaueren Blick verdient.
- Container sind hochpreisige Einmalanschaffungen. Die meisten privaten Käufer benötigen nur einen einzigen Container. Dadurch fehlt ihnen oft die Erfahrung mit seriösen Marken und Händlern.
- Es liegt eine Zeitspanne zwischen Zahlung und Lieferung. Da Käufer nicht erwarten, dass ihr Container so schnell wie ein Amazon-Paket ankommt, haben betrügerische Anbieter mehr Zeit, die Auslieferung hinauszuzögern oder zu verschwinden, bevor der Käufer merkt, dass etwas nicht stimmt.
Betrug beim Containerkauf vermeiden: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Den Anbieter prüfen
Bevor Sie sich mit Fragen zum Preis oder zur Verfügbarkeit befassen, vergewissern Sie sich, dass es sich bei dem Unternehmen, von dem Sie kaufen möchten, um einen seriösen Händler mit nachweisbarer Geschäftshistorie handelt.
Die Website prüfen
Prüfen Sie neben dem Impressum auch die verwendete Internetadresse. Bei .de-Domains können Sie über die Domainabfrage der DENIC unter anderem das Registrierungsdatum und technische Angaben einsehen. Für andere Domainendungen bietet sich beispielsweise das kostenlose ICANN Lookup an.

Ebenso wichtig ist ein kritischer Blick auf die Website-Inhalte selbst. Viele etablierte Containerunternehmen betreiben zwar funktionale, schlichte Websites, doch alle sollten Hinweise auf einen guten Ruf, klare Kontaktangaben, eine physische Adresse und Anzeichen für ein echtes Team hinter dem Unternehmen bieten. Achten Sie auf eine Über uns-Seite mit Mitarbeiternamen und echten Teamfotos. Werden Teammitglieder aufgeführt, prüfen Sie, ob diese Personen auch auf seriösen Netzwerken wie LinkedIn zu finden sind.
Bewertungen lesen
Wenn der Anbieter Bewertungen auf seiner Website zeigt, stellen Sie sicher, dass diese zu seriösen Bewertungsplattformen oder externen, bereits länger bestehenden Quellen verlinken. Betrügerische Websites kopieren mitunter Bewertungen echter Unternehmen per Screenshot und geben sie als eigene aus.
Recherchieren Sie außerdem unabhängig von der Website des Anbieters. Prüfen Sie Bewertungen auf mehreren Plattformen, beispielsweise bei Google und Trustpilot, und achten Sie dabei auf wiederkehrende Erfahrungen und mögliche Warnsignale.
Bewertungen der CHS Container Handel GmbH. Weiterlesen.
Achten Sie auf wiederkehrende Muster statt auf einzelne Kommentare. Finden Sie zu einem bestimmten Anbieter keine Bewertungen oder Erfahrungsberichte, können Sie in regionalen Facebook-Gruppen oder einschlägigen Branchenforen nach Erfahrungen fragen. Berücksichtigen Sie dabei jedoch, dass einzelne Aussagen nicht immer überprüfbar sind.
Referenzen prüfen
Prüfen Sie, ob der Anbieter im Handelsregister oder Unternehmensregister eingetragen ist. Vergleichen Sie den vollständigen Firmennamen, den Unternehmenssitz, die Registernummer und die vertretungsberechtigten Personen mit den Angaben im Impressum und im vorliegenden Angebot.
Ist eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angegeben, kann diese zusätzlich über das europäische VIES-System überprüft werden.
Auch Mitgliedschaften in anerkannten Branchenverbänden oder vorhandene Zertifizierungen können zusätzliche Anhaltspunkte liefern. Überprüfen Sie jedoch immer direkt beim jeweiligen Verband oder bei der ausstellenden Stelle, ob die angegebene Mitgliedschaft oder Zertifizierung tatsächlich bestehen.
Ein Registereintrag oder eine Zertifizierung allein beweist noch nicht, dass ein konkretes Angebot echt ist. Betrüger verwenden mitunter die Namen, Logos, Kontaktdaten und Registerinformationen tatsächlich existierender Unternehmen. Nehmen Sie daher im Zweifel über die Kontaktdaten auf der offiziellen Unternehmenswebsite Verbindung auf – nicht über Telefonnummern, Links oder E-Mail-Adressen aus der verdächtigen Nachricht.
Stimmen Unternehmensdaten, Website, Kontaktmöglichkeiten, Bewertungen und Zahlungsinformationen nicht miteinander überein, sollten Sie von einem Kauf absehen. Das beweist für sich genommen noch keine Seriosität. Finden Sie das Unternehmen jedoch in keinem externen Verzeichnis, keiner Bewertungsplattform und keiner anderen Branchenressource, ist das ein Grund zur Vorsicht.
Schritt 2: Verstehen, was Sie kaufen
Bei manchen Online-Betrugsfällen erhalten Käufer tatsächlich einen Container – allerdings in einem anderen (schlechteren) Zustand als beworben. Wenn Sie die gängigen Klassifizierungen und Fachbegriffe der Containerbranche kennen, treffen Sie bessere Kaufentscheidungen und können bei der Lieferung reklamieren, wenn etwas nicht stimmt.
Gebrauchtcontainer-Klassifizierungen
Gebrauchte Schiffscontainer werden in verschiedene Klassifizierungen eingeteilt, die je nach Anbieter leicht variieren können. Zu wissen, was Sie kaufen – und welchen Zustand Sie erwarten können – ist ebenso wichtig wie die Prüfung des Anbieters.
Die folgende Tabelle zeigt die gängigsten Container-Klassifizierungen und was sie in der Praxis üblicherweise bedeuten.
| Klassifizierung | Bedeutung | Was Sie erwarten können |
|---|---|---|
| IICL/Multi-Trip | Gebraucht, erfüllt aber weiterhin die Anforderungen von IICL und der CSC-Prüfung. | Kleine Bereiche mit oberflächlichem Rost sind möglich. Leichte Dellen und Kratzer sind zulässig. Boden und Dichtungen sind unbeschädigt. |
| Cargo-Worthy | Stark gebraucht, erfüllt aber weiterhin die Anforderungen der CSC-Prüfung. | Oberflächlicher Rost, Dellen und Kratzer sind normal. Boden und Dichtungen sind unbeschädigt. |
| Wind & Watertight (WWT) | Nicht mehr für den Transport zugelassen; Stapeln nicht empfohlen. | Oberflächlicher Rost, Dellen und Kratzer sind normal. Boden und Dichtungen sind unbeschädigt. |
| As-Is | Verkauf „wie besehen“; keine Zustandsgarantie. | Mögliche Löcher, starker Rost und strukturelle Schäden. Vor dem Kauf gründlich prüfen. |
Oberflächlicher Rost bei einem Gebrauchtcontainer ist normal und stellt kein Problem dar. Konstruktionsmängel wie Löcher, beschädigte Bodenbereiche oder defekte Dichtungen sollten Sie nur bei einem Container in „As-is“-Zustand erwarten.
Bevor Sie sich zum Kauf entschließen und eine Zahlung leisten, lassen Sie sich Klassifizierung und Zustand des Containers schriftlich bestätigen. Wenn ein Anbieter sich zu einem dieser Punkte vage äußert, sollten Sie sich wahrscheinlich besser nach einem anderen Anbieter umsehen.
Marktpreis
Sobald Sie wissen, welche Containerqualität Sie suchen, lässt sich der Preis viel leichter einschätzen. Ein Vorteil des wachsenden deutschen Containermarkts ist, dass Käufern eine Vielzahl von Anbietern und seriösen Angeboten zum Vergleich zur Verfügung steht.
Vergleichen Sie vor dem Kauf die Preise mehrerer seriöser Anbieter für dieselbe Containergröße, denselben Zustand und Lieferregion. Liegt ein Angebot für einen Container im gleichen Zustand deutlich niedriger – insbesondere inklusive Lieferung –, ist das ein Warnsignal.
Schritt 3: Ihre Zahlung absichern
Barzahlung mag praktisch sein, bietet aber keinerlei Schutz, sobald das Geld den Besitzer gewechselt hat. Bei einer hochpreisigen Anschaffung wie einem Seecontainer lohnt es sich, eine Zahlungsmethode mit integrierter Reklamationsmöglichkeit zu nutzen, falls etwas schiefgeht.
Schiffscontainer kaufen: Gängige Zahlungsmethoden
- Banküberweisung: Überweisungen sind im deutschen Geschäftsverkehr üblich. Sobald eine Überweisung ausgeführt wurde, besteht jedoch in der Regel kein automatischer Anspruch auf Rückbuchung. Prüfen Sie deshalb den Namen des Kontoinhabers, die IBAN und das Land des Empfängerkontos besonders sorgfältig.
- Kreditkarte oder PayPal: Je nach Anbieter und Vertragsbedingungen kann ein Käuferschutz bestehen. Informieren Sie sich vor der Zahlung darüber, welche Waren und Transaktionen tatsächlich abgedeckt sind.
- SEPA-Lastschrift: Lastschriften können unter bestimmten Voraussetzungen innerhalb festgelegter Fristen zurückgebucht werden. Diese Zahlungsart wird beim Containerkauf jedoch nicht von allen Anbietern angeboten.
- Bargeld: Vermeiden Sie Barzahlung bei Containerkäufen von Anbietern, mit denen Sie noch nicht zusammengearbeitet haben. Zahlen Sie größere Beträge nur bei einer persönlichen und dokumentierten Übergabe und lassen Sie sich den Empfang schriftlich bestätigen.
Brechen Sie den Kauf ab, wenn der Anbieter auf einer ungewöhnlichen oder nicht nachvollziehbaren Zahlungsweise besteht – beispielsweise auf einer Zahlung an ein Privatkonto, einem Bargeldtransfer oder einer Zahlung in Kryptowährung. Prüfen Sie vor jeder Überweisung, ob der Kontoinhaber und die Bankverbindung eindeutig dem anbietenden Unternehmen zugeordnet werden können. Änderungen der Bankverbindung sollten Sie stets über einen unabhängigen, bereits bekannten Kontaktweg bestätigen lassen. Ein seriöses Unternehmen sollte Zahlungsmethoden mit einer Form von Käuferschutz anbieten.
Checkliste vor dem Kauf
| Anbieter hat eine etablierte Online-Präsenz; Domainalter & Impressum überprüft | ✓/ X |
| Bewertungen auf Trustpilot und Google geprüft | ✓/ X |
| Angegebene Mitgliedschaften oder Zertifizierungen bei der jeweiligen Stelle überprüft | ✓/ X |
| Unternehmensdaten im Handelsregister oder Unternehmensregister abgeglichen | ✓/ X |
| Container-Klassifizierung ist schriftlich eindeutig festgehalten | ✓/ X |
| Zahlungsmethode bietet Rückbuchungs- oder Käuferschutz | ✓/ X |
| Persönliche Besichtigung vereinbart oder detaillierte Fotos/Videos angefordert | ✓/ X |
| Liefertermin, Lieferadresse und Verantwortlichkeiten wurden schriftlich bestätigt | ✓/ X |
Schritt 4: Vor der Zusage um eine Besichtigung bitten
Containeranbieter lassen sich typischerweise in drei Kategorien einteilen: lokale Händler mit einem eigenen Lagerplatz, regional oder bundesweit tätige Vermittler sowie private Verkäufer auf Online-Marktplätzen oder Auktionsseiten. Der Besichtigungsprozess hängt davon ab, mit welcher Art von Anbieter Sie es zu tun haben.
Lokale Händler
Wenn Sie mit einem lokalen Händler zusammenarbeiten, fragen Sie nach der Möglichkeit einer Besichtigung vor Ort. Prüfen Sie den Container persönlich, bevor Sie die Zahlung abschließen, und stellen Sie sicher, dass die besichtigte Einheit tatsächlich die ist, die geliefert wird. Manche Depots sind aus Versicherungsgründen nicht öffentlich zugänglich. Das ist eine relativ verbreitete Praxis und nicht zwangsläufig ein Warnsignal.
Die Depots der CHS Container Handel GmbH in Bremen, Worms und an weiteren Standorten in ganz Deutschland sind öffentlich zugänglich – wir bitten jedoch um vorherige telefonische Anmeldung, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Wenn Sie in einer dieser Regionen einen Container kaufen möchten, können Sie diesen vor der Kaufentscheidung persönlich besichtigen. Kontaktieren Sie uns, um einen Besuch zu vereinbaren.
Vermittler
Ein Vermittler verfügt möglicherweise über keinen eigenen Lagerplatz, den Sie besuchen können, und weiß unter Umständen nicht genau, welchen Container Sie erhalten werden. Das ist kein Grund, Betrug zu vermuten – es bedeutet lediglich, dass der Vermittler den Container von einem anderen Anbieter bezieht, um Ihre Bestellung zu erfüllen, und die genaue Einheit, die geliefert wird, nicht garantieren kann. Beim Kauf über einen Vermittler ist es besonders wichtig, den Container zu besichtigen, bevor er auf Ihrem Grundstück abgestellt wird (mehr dazu weiter unten).
Private Verkäufer
Bei privaten Verkäufen ist die größte Vorsicht geboten. Wenn Sie einen Container über Auktionsseiten oder Foren wie Kleinanzeigen kaufen, besichtigen Sie ihn unbedingt persönlich, bevor Sie zahlen. Ist das nicht möglich, fordern Sie detaillierte Fotos sowie einen Video-Rundgang der konkreten Einheit an, einschließlich Dach, Boden, Türdichtungen und sichtbaren Abnutzungserscheinungen. Eine umgekehrte Bildersuche kann Ihnen helfen, zu prüfen, ob die Fotos aus einem anderen Angebot stammen.
Schritt 5: Die Lieferung dokumentieren
Wird Ihr Container an einen anderen Ort als Ihren Wohnsitz geliefert, kann es logistisch schwierig sein, zum Lieferzeitpunkt vor Ort zu sein. Dennoch ist es unerlässlich, bei der Lieferung anwesend zu sein und den Container gründlich zu prüfen, bevor Sie Lieferpapiere unterschreiben. Kontrollieren Sie den Container, solange er noch auf dem LKW steht, und erneut, nachdem er abgesetzt wurde. Achten Sie besonders auf die Wände, die Türdichtungen sowie darauf, wie sich die Türen öffnen und schließen lassen. Türen von Gebrauchtcontainern können schwergängig sein, sollten aber trotzdem funktionieren (es sei denn, der Container wurde eindeutig als „As-is“ verkauft). Wenn es sicher möglich ist, gehen Sie in den Container, schließen Sie die Türen und prüfen Sie, ob Licht durch Nadellöcher eindringt.
Machen Sie zur Dokumentation Ihrer Prüfung Fotos und Videos vom Zustand des Containers bei der Ankunft. Viele seriöse Containerunternehmen lassen dies auch von ihren Fahrern durchführen – fragen Sie nach Kopien dieser Aufnahmen, wenn möglich. Diese Aufnahmen können Ihnen helfen, sich abzusichern, falls nach der Lieferung Probleme auftreten.
Schritt 6: Verzögerungen vs. Warnsignale
Die Verfügbarkeit von Containern kann sich je nach Nachfrage schnell ändern, und die Wiederbeschaffung – insbesondere von selteneren Einheiten – kann Zeit in Anspruch nehmen. Dadurch kann es zu Verzögerungen zwischen Bestellung und Lieferung kommen. Entscheidend ist, wie der Anbieter während der Wartezeit mit Ihnen kommuniziert.
Ein seriöser Anbieter sollte die Verzögerung erklären, einen realistischen aktualisierten Zeitplan nennen und Sie auf dem Laufenden halten können. Ein Nachlassen der Kommunikation oder der Versuch, Informationen zu verschleiern, kann dagegen auf Betrug hindeuten.
| Legitime Verzögerungen | Warnsignale |
|---|---|
| Der Anbieter kommuniziert proaktiv einen Zeitplan und informiert Sie über Änderungen. | Die Kommunikation wird seltener oder bricht nach der Zahlung ab. |
| Die Verzögerung wird mit konkreten Liefer- oder Logistikengpässen begründet. | Die Ausreden sind vage oder ändern sich bei jeder Nachfrage. |
| Der Anbieter kann bestätigen, dass der Container existiert, und Nachweise liefern. | Der Anbieter kann keine Fotos, Container-ID oder Depotstandort vorlegen. |
| Eine klar kommunizierte Verzögerung mit neuem Termin. | Wiederholte Verzögerungen ohne absehbares Lieferdatum. |
| Der Anbieter bietet an, die Einheit zurückzuhalten oder die Konditionen anzupassen. | Der Anbieter drängt Sie zum Warten, ohne Nachweise oder Handlungsmöglichkeiten anzubieten. |
Erkennen Sie eines der oben genannten Warnsignale, wenden Sie sich an Ihren Zahlungsanbieter, der Sie beraten wird, ob Sie eine Rückbuchung oder einen Zahlungsdisput einleiten sollten. Je länger Sie warten, desto geringer werden Ihre Chancen, Ihr Geld zurückzuerhalten.
Schritt 7: Wenn Sie Opfer von Betrug geworden sind
Befürchten Sie, Opfer eines Container-Betrugs geworden zu sein, sammeln Sie zunächst alle Unterlagen: Korrespondenz, Zahlungsbelege, Inserate, Fotos sowie Liefer- oder Sendungsverfolgungsdaten. Bevor Sie aktiv werden, geben Sie dem Anbieter eine angemessene Gelegenheit zur Reaktion. Verzögerungen und Missverständnisse können vorkommen, und Sie sollten nicht vorschnell eskalieren, wenn sich das Problem noch lösen lässt.
Reagiert der Anbieter nicht und bestehen Ihre Bedenken weiterhin, gehen Sie wie folgt vor:
- Strafanzeige erstatten: Erstatten Sie mit den gesicherten Unterlagen Strafanzeige bei der Polizei. Dies ist persönlich bei einer Polizeidienststelle und – abhängig vom Bundesland – über die jeweilige Onlinewache möglich.
- Das betroffene Unternehmen informieren: Informieren Sie das Unternehmen, in dessen Namen die Nachricht verschickt wurde. Verwenden Sie dafür ausschließlich Kontaktdaten von der offiziellen Website. So kann das Unternehmen andere Kundinnen und Kunden warnen und weitere Maßnahmen gegen die betrügerischen Absender einleiten.
- Zahlungsdisput einleiten: Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, Ihren Kartenanbieter oder den verwendeten Zahlungsdienstleister und übermitteln Sie Ihre Unterlagen. Die meisten Anbieter haben feste Fristen für Rückbuchungsansprüche – informieren Sie sie daher sofort, wenn Sie einen Betrugsverdacht haben.
- Website melden: Wirkt eine Website betrügerisch, melden Sie sie beim zuständigen Hosting-Anbieter oder Domain-Provider. Bei einer .de-Domain können Sie über die WHOIS-Abfrage der DENIC den zuständigen Provider und dessen Kontaktstelle für Missbrauchsmeldungen ermitteln. Rechtswidrige Inhalte können außerdem über die von der DENIC verlinkte eco-Beschwerdestelle gemeldet werden.
- Rechtliche Schritte prüfen: Bei einem finanziellen Schaden kann es sinnvoll sein, sich von einer Verbraucherzentrale oder einer Rechtsanwältin beziehungsweise einem Rechtsanwalt zu den möglichen zivilrechtlichen Schritten beraten zu lassen. Bewahren Sie sämtliche Unterlagen auf, da diese als Nachweis für den Vorgang dienen können.
Hinweis zu Kaufgarantien
Manche Anbieter werben mit lebenslangen Garantien. Vergewissern Sie sich, was diese tatsächlich abdecken, bevor Sie sich darauf verlassen. Eine Garantie auf einen Gebrauchtcontainer bedeutet in der Regel nicht, dass der Anbieter eine Rückgabe akzeptiert oder nach längerer Nutzung Ersatz leistet – meist deckt sie bestimmte bauliche Mängel innerhalb eines festgelegten Zeitraums ab. Lassen Sie sich die Bedingungen immer schriftlich geben.
Der Online-Kauf eines Schiffscontainers muss kein Risiko darstellen. Die meisten Anbieter sind seriös, und die meisten Käufe verlaufen reibungslos. Entscheidend ist, zu wissen, was Sie vor der Zahlung prüfen sollten, welche Fragen Sie stellen sollten und auf welche Warnsignale Sie während des Kauf- und Bestellvorgangs achten sollten. Ein wenig Vorbereitung gibt Ihnen vom ersten Angebot bis zur finalen Lieferung Sicherheit.
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